Bühne
Mi 28.10.

Susanne Siegert

Lesung und Diskussion "Gedenken neu denken"
Termin(e): 
Mittwoch, 28. Okt 2026 - 19:30 Uhr
Eintritt frei!

Unsere Erinnerungskultur muss sich verändern. Wie und warum, legt Susanne Siegert in diesem Buch dar. Sie plädiert für eine pluralistische, neue Gedenkarbeit mit einem Schwerpunkt auf der Verantwortung der Nachfahren der Tätergeneration anstelle unserer „einstudierten“ gemeinsamen Rückschau mit den Opfern. Es geht um weniger bekannte NS-Verbrechen, um weniger bekannte Orte, um bisher vernachlässigte Opfergruppen. Gleichzeitig zeigt dieses Buch, wie wichtig eine aktivere, vielfältigere Gedenkkultur ist, um künftige Generationen auch ohne direkte Zeitzeugenberichte zu erreichen. 

„Siegert (schafft es), durch Reflexion ihrer eigenen Biografie und viele Beispiele in ihrem Buch den Weg zu einer neuen Gedenkarbeit, also das Wie so konkret zu formulieren wie bisher kaum jemand sonst.“ Süddeutsche Zeitung

Susanne Siegert, geboren 1992, ist Journalistin und eine der bekanntesten Stimmen der digitalen Erinnerungskultur in Deutschland. Sie klärt auf Instagram und TikTok über den Holocaust auf. Für ihre innovative und engagierte Arbeit wurde sie 2024 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet, 2025 erhielt sie den Margot Friedländer Preis. Siegert lebt in Leipzig.

Nach der Lesung besteht die herzliche Einladung zum Austausch darüber, wie in unserer Region Erinnerungskultur anders gedacht werden kann und welche Formate wir vor Ort gestalten können.

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Veeranstaltet von Zusammenkommen e.V. Mit Unterstützung vom Netzwerk polylux e.V.