Live
Fr 18.09.

FEST SAMEACH

Ein jüdisches Fest der Sinne
Termin(e): 
Freitag, 18. Sep 2026 - 18:00 Uhr
Tickets ab 21,00 Euro

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Tanz der Worte, Klang der Lieder – Ein jüdisches Fest der Sinne mit Horst Edler, der Tanzgruppe Sameach & The String Company 

Mit „Sameach – Tanz der Worte, Klang der Lieder“ lädt das Leipziger Tanzensemble Sameach zu einem außergewöhnlichen Kulturabend ein, der jüdisches Leben, Geschichte und Gegenwart auf berührende Weise erfahrbar macht. Film, Livemusik, Tanz und Poesie verbinden sich zu einem vielschichtigen Fest, das Erinnerung lebendig hält und zugleich den Blick auf das Heute richtet. 

Den Auftakt des Abends bildet die Vorführung des Dokumentarfilms „Anne Frank – Eine lebendige Geschichte“ (2005) des renommierten  Regisseurs Horst Edler. Der Film nähert sich dem weltberühmten Tagebuch aus einer zeitgenössischen Perspektive: Jugendliche lesen Anne Franks Texte, 
reflektieren ihre Wirkung und verbinden historische Orte mit aktuellen Bildern. So entsteht ein eindrucksvoller Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, der Fragen nach Identität, Verantwortung und Erinnerungskultur stellt. Horst Edler ist persönlich anwesend und lädt im Anschluss zu einem Publikumsgespräch ein.  Ausgehend von der filmischen Reflexion entfaltet sich das musikalisch-performative Programm des Abends.

Das Ensemble The String Company interpretiert jiddische, hebräische und sephardische Lieder in einer feinfühligen Mischung aus Klezmer, Weltmusik, Folk und Chanson. Bekannte Melodien wie „Yerushalayim Shel Zahav“, „Shalom Aleichem“ oder das ergreifende Ghetto-Lied „Shtiler, Shtiler“ 
schlagen eine Brücke zwischen Tradition, Erinnerung und Gegenwart.

Begleitet wird die Musik von ausdrucksstarken Choreografien des Tanzensembles Sameach. Die Tänzerinnen interpretieren israelische Volkstänze neu – von traditionellen Hora-Formen bis hin zu zeitgenössischen Tanzbildern. Mit kraftvoller Körpersprache und großer emotionaler Dichte entstehen visuelle Räume, in denen Geschichte, Hoffnung und Lebensfreude gleichermaßen spürbar werden. 

Ergänzt wird das Programm durch rezitierte und vertonte Gedichte jüdischer Lyriker*innen des 20. Jahrhunderts, darunter Selma Merbaum, Gertrud Kolmar und Chaim Grade. Ihre Texte verleihen dem Abend eine poetische Tiefe und lassen jüdisches Leben zwischen Bedrohung, innerer Stärke und kulturellem Überleben hörbar werden. 

„Sameach – Tanz der Worte, Klang der Lieder“ ist ein künstlerischer Beitrag zur Erinnerungskultur und ein lebendiges Zeichen für die Sichtbarkeit jüdischen Lebens heute – sinnlich, offen und zutiefst menschlich. 

Einlass: 17:30 Uhr | Beginn: 18:00 Uhr

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Fotos: Lutz Edelhoff